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Eingewöhnung gestalten

Zur Eingewöhnung gibt es verschiedene pädagogische Konzepte.

Meistens beinhalten diese einen festen Zeitplan, der die Eingewöhnung nach Tagen und Stunden staffelt. Vorgegeben sind auch die Zeiten, nach denen man einen ersten Trennungsversuch macht- also das erste Mal, bei dem das Kind ohne Eltern bei Ihnen bleibt.

Solche Konzepte bieten Vorteile, aber auch Nachteile. Gerade wenn Sie als Tagesmutter oder Tagesvater erst anfangen und noch über wenig eigene Erfahrung verfügen, bieten feste Eingewöhnungsmodelle eine erste Orientierung und einen Leitfaden, nach dem man sich richten kann. Der Nachteil an diesen Konzepten ist jedoch, dass es keine Modellkinder mit Modellfamilien gibt. Jedes Kind kommt mit anderen Voraussetzungen und Vorerfahrungen zu Ihnen. Es gibt Eingewöhnungskonzepte, die sich über eine Gesamtdauer von bis zu acht Wochen erstrecken. Wenn man davon ausgeht, dass Eltern aus beruflichen Gründen auf die Betreuung der Kinder angewiesen sind, erscheint diese lange Zeit doch etwas unrealistisch in der Umsetzung. Klar ist auch, dass Eingewöhnungszeiten für alle Beteiligten etwas Besonderes und Außergewöhnliches sind. So lange noch Mütter oder Väter bei Ihnen zuhause sind, herrscht kein normaler Alltag. Dies gilt besonders auch für andere Tageskinder, die von Ihnen betreut werden. Es gilt also immer einen guten Mittelweg und eine gute Balance zu finden, um den Bedürfnissen aller Beteiligten möglichst gut gerecht zu werden.

Tipps und Vorlagen zur Dokumentation finden Sie auch in unserem Eingewöhnungstagebuch Kindertagespflege.

Im Folgenden lesen Sie, welche Punkte besonders wichtig und hilfreich sind, um die ersten Tage in der Tagespflege für Eltern, Kinder und auch Sie selbst zu einem aufregenden, positiven Erlebnis zu machen.

Die Eingewöhnungszeit ist für Kinder und Eltern wichtig

Es gibt die unterschiedlichsten Kinder. Die einen sind eher ängstlich und schüchtern, und brauchen vielleicht etwas länger, die anderen sind eher neugierig auf neue Situationen und finden gleich Vertrauen zu Ihnen. In Extremen gesprochen gibt es Kinder, die vom ersten Tag an völlig problemlos bei Ihnen bleiben würden und auch solche, die niemals freiwillig auch nur einen Schritt in einer fremden Umgebung ohne die Eltern machen würden. Auch in solchen Situationen geraten vorgefertigte Konzepte an ihre Grenzen: Wieso sollte man für ein Kind, das sich sichtlich wohl fühlt, die Eingewöhnungszeit künstlich in die Länge ziehen? Mit einem flexiblen, situationsangepassten Eingehen auf die unterschiedlichen Kinder mit ihren Familien liegt man daher in der Regel immer richtig.

Manchmal hat es den Anschein, als wäre die Eingewöhnungszeit nur für die Kinder wichtig. Man vergisst leicht, dass es auch für Eltern wichtig ist, genau zu sehen, wie der Tag bei Ihnen verläuft. Auch Eltern müssen Vertrauen zu Ihnen fassen und sich vorstellen können, wie das Kind den Tag in der Tagespflegestelle verbringt, so lange sie arbeiten müssen. Die Eingewöhnung schafft so auch für Eltern Sicherheit! Dieser Aspekt ist enorm wichtig, denn wenn die Eltern das Kind jeden Morgen schon zögernd und mit angespannter Haltung bei Ihnen abgeben, ist es in den meisten Fällen vorprogrammiert, dass auch das Kind sich mit dem Abschied sehr schwer tun wird.

Trotz aller individuellen Flexibilität gibt es aber auch in der Eingewöhnungszeit Standartsituationen, die sich mehr oder weniger wiederholen. Vielleicht kennen Sie das: obwohl sich ein neues Kind sehr schnell wohl bei Ihnen fühlt, tun sich die Eltern doch sehr schwer ihr Kind gehen zu lassen. Hier brauchen vor allem die Eltern Unterstützung. Es ist schwierig zu sagen, wie viele Tage Eltern und Kind gemeinsam zu Ihnen kommen sollten. Eine gute Faustregel ist es die Eltern ganz konkret zu fragen, wie sie selbst das Kind einschätzen, und ob sie glauben, dass es schon einige Stunden allein bei Ihnen schafft. Die gemeinsamen Besuche sollten eine Dauer von zwei Wochen allerdings nicht überschreiten. Das Kind muss die Erfahrung machen, dass Mama und Papa zwar gehen, aber auch wiederkommen. Einige Eltern muss man deshalb regelrecht "vor die Tür setzen". Machen Sie deutlich, dass es für das Kind nicht gut ist, wenn es annimmt, dass es nie allein bei Ihnen bleiben wird. In solchen Situationen ist sowohl ein klares und bestimmtes Verhalten, aber auch ein sensibles und mitfühlendes Verhalten den Eltern gegenüber sehr wichtig.

(Den vollständigen Artikel können Sie als kostenlos registriertes Mitglied lesen.)



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